Entzündung Zahnnerv – die Symptome im Überblick
Eine Entzündung des Zahnnervs macht sich oft durch deutliche Warnsignale bemerkbar. Wer die Symptome kennt, reagiert rechtzeitig – und erhöht die Chance, den Zahn zu retten. Hier finden Sie die typischen Anzeichen einer Pulpitis im Detail.
Diese Symptome deuten auf eine Nervenentzündung hin
- Spontane Schmerzen
Pochende Schmerzen, die ohne erkennbaren Auslöser auftreten – häufig nachts stärker.
- Langer Schmerzreiz
Schmerz bei Wärme, Kälte oder Süßem, der ungewöhnlich lange nachklingt.
- Aufbiss-Schmerz
Der Zahn schmerzt beim Zubeißen oder bei leichtem Klopfen.
- Ausstrahlender Schmerz
Die Beschwerden strahlen in Kiefer, Ohr oder Schläfe aus.
- Verfärbung
Ein einzelner Zahn verdunkelt sich – Hinweis auf ein absterbendes Mark.
- Schwellung
Druckgefühl oder Schwellung am Zahnfleisch nahe der Wurzelspitze.

Symptome ernst nehmen – nicht abwarten
Zahnnervschmerzen verschwinden manchmal scheinbar von selbst. Das ist trügerisch: Oft ist dann der Nerv abgestorben und die Entzündung breitet sich unbemerkt weiter aus.
Treten eines oder mehrere dieser Symptome auf, sollten Sie zeitnah einen Termin vereinbaren. Eine frühe Diagnose entscheidet darüber, ob der Zahn erhalten werden kann.
Ein frühzeitiger Gang zum Zahnarzt lohnt sich
Ist ein Zahn durch Karies geschädigt, so heilt dieses „Loch“ im Zahn leider nicht von selbst. In der modernen Zahnheilkunde steht für die notwendige Rekonstruktion durch den Zahnarzt ein breites Spektrum an Werkstoffen zur Verfügung, die sich in Haltbarkeit und Ästhetik unterscheiden. Bei der Rekonstruktion unterscheidet man zwischen plastischem Füllungsmaterial und Einlagenfüllungen (sogenannten Inlays). Plastische Füllungsmaterialien werden im formbaren Zustand in den Zahn eingebracht und dort ausgehärtet; die Füllung wird also direkt im Mund hergestellt. Einlagenfüllungen hingegen werden im Labor gefertigt und dann in den Zahn eingesetzt.
Wie es zu Symptomen kommen kann
Feine Nervenfasern im Zahninneren können Schmerzsignale in Richtung Kiefer leiten und sie an das zentrale Nervensystem weitergeben. So erfährt Ihr Körper, dass im unzugänglichen Inneren des Zahns etwas nicht in Ordnung ist. Allerdings sind solche Reize oft recht unspezifisch und lassen keine genauen Rückschlüsse auf die Ursache der Beschwerden zu. Bedenken Sie auch, dass eine Entzündung des Zahnnervs sogar ganz ohne Symptome auftreten kann. Bei einer äußerlichen Verletzung oder dem Verlust einer Füllung, die Bakterien Gelegenheit zum Eindringen ins Zahninnere bieten, sollten Sie deshalb möglichst frühzeitig Ihren Zahnarzt aufsuchen, auch wenn Sie noch gar keine Beschwerden verspüren.
Welche Anzeichen sind möglich?
Eine Pulpitis (umgangssprachlich für Entzündung des Zahnnervs) ist am häufigsten die Folge einer fortgeschrittenen Karies-Erkrankung. Folgende Symptome treten dabei häufig auf:
- Druckempfindlichkeit des betroffenen Zahns,
- besondere Sensibilität für Hitze und Kälte,
- manchmal ein pochender Zahnschmerz,
- eine geschwollene Wange, wenn sich bereits ein Abszess (eine Vereiterung) gebildet hat.
Wenn Sie solche Symptome bei sich bemerken, empfiehlt sich ein unverzüglicher Gang zum Zahnarzt. Bei rechtzeitiger Behandlung lässt sich eine Entzündung des Zahnnervs vielfach noch mit weniger aufwendigen Mitteln beheben: Wenn der Zahnarzt nach Eröffnung der Zahnkrone feststellt, dass das Zahnmark nur leicht angegriffen ist, kann zum Beispiel die Platzierung einer antibakteriellen Einlage die Entzündung oft zum Abklingen bringen. Das Zahnmark samt Zahnnerv kann dann häufig erhalten bleiben. Verschwinden starke Zahnschmerzen bei Ihnen sehr plötzlich, ist dies übrigens keineswegs immer ein gutes Zeichen. Diese Entwicklung kann auch auf das allmähliche Absterben der entzündeten Pulpa zurückgehen. In einem solchen Fall sollten Sie den Gang zum Zahnarzt erst recht nicht hinauszögern.
Gängige Behandlungsmaßnahmen
Bei fortgeschrittener Entzündung des Zahnnervs ist meist eine Wurzelkanalbehandlung (umgangssprachlich: Wurzelbehandlung) notwendig. Der Zahn verliert dann zwar seine Vitalfunktion, kann aber im Gebiss erhalten bleiben. Nur in besonders schweren Fällen einer Entzündung des Zahnnervs droht die Entfernung des Zahns. Ein solches Vorgehen ist insbesondere dann notwendig, wenn die Entzündung sehr weit vorgedrungen ist, etwa über die Wurzelspitze bis in die umgebende Kieferregion. Am besten lassen Sie es so weit gar nicht erst kommen. Wenn Sie möglichst früh nach Auftreten irgendwelcher Symptome den Zahnarzt aufsuchen, kann das ungehinderte Fortschreiten einer Entzündung meist verhindert werden. Und die Erhaltung eines jeden Zahns ist für ein gesundes Gebiss sehr wichtig: Eine vorhandene Zahnwurzel erhält langfristig den Kieferknochen und trägt zur stabilen Verankerung der Nachbarzähne bei.
Es lohnt sich also für Ihre Zahngesundheit, schon bei ersten Symptomen einer möglichen Entzündung zu uns zu kommen. Die Zahnarztpraxis Dr. Holtkamp verfügt über sehr viel Erfahrung mit Entzündungen des Zahnnervs und kann Symptome dank ihrer Untersuchungsverfahren richtig deuten. Entzündungen des Zahnnervs behandeln wir mit modernsten zahnmedizinischen Methoden. Einen Termin für eine persönliche Untersuchung können Sie gerne jederzeit vereinbaren. Bei akuten Symptomen können Sie in der Regel noch am gleichen Tag zu uns kommen.
Eines dieser Symptome bei sich bemerkt?
Warten Sie nicht ab – vereinbaren Sie einen Termin, damit wir die Ursache klären und Ihren Zahn retten können.
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